Generative KI ist in aller Munde. Häufig geht es um die Frage, wo der wirtschaftliche Nutzen ist. Doch viele KMUs haben den bereits für sich entdeckt.

Laut dem Branchenverband Bitkom halten 68 Prozent der deutschen Unternehmen KI für die wichtigste Zukunftstechnologie. Das zeigt, dass KI – insbesondere die generative KI (GenKI) – ein fester Bestandteil der Business-Welt geworden ist. Diese Technologie kann die Produktivität in einer noch nie dagewesenen Weise steigern und die menschlichen Tätigkeiten wesentlich erleichtern. Die größten Vorteile von GenKI fallen im verarbeitenden Gewerbe an, denn damit lassen sich die Materialkosten und das Gewicht von Produkten deutlich senken. In Kombination mit früheren technologischen Entwicklungen, wie dem IoT oder dem digitalen Zwilling, wird sich die gesamte Wertschöpfung komplett neu ausrichten.

Nicht nur für Großen

Die vielfältigen Möglichkeiten von GenKI sind nicht nur auf die Großunternehmen beschränkt, sondern treiben auch die digitale Transformation bei den KMUs voran. Schließlich geht es auch bei diesen Unternehmen darum, kreative Prozesse zu automatisieren und zu rationalisieren, um damit Zeit und Ressourcen zu sparen. Im Detail handelt es dabei um folgende Bereiche, in denen GenKI massive Verbesserungen bewirken kann:

  • Produktdesign: GenKI hilft bei der Erstellung und Verfeinerung des Designs und ermöglicht innovative ästhetische Optionen zu erkunden und den Designprozess zu rationalisieren.
  • Strukturoptimierung: GenKI-basierte Simulationen optimieren die strukturelle Integrität und reduzieren das Gewicht, ohne dass die Sicherheit beeinträchtigt wird.
  • Produktvarianten: GenKI ermöglicht die Erstellung virtueller Simulationen zum Testen von verschiedenen Varianten in Bruchteilen von Sekunden, wodurch Zeit und Ressourcen in der Entwicklungsphase eingespart werden.
  • Ressourcennutzung: GenKI hilft bei der Minimierung des Materialverbrauchs und Abfalls schon während der Designphase, sodass die Nachhaltigkeit und die Kosteneffizienz verbessert werden.

Hinzu kommt, dass die Nutzung von fortschrittlichen Algorithmen die Ingenieure darin bestärkt, datengesteuerte Entscheidungen zu treffen.

Der Weg zum GenKI-Champion

Da es sich bei GenKI um eine disruptive neue Technologie handelt, helfen alte Vorgehensmuster zur Einführung nur sehr bedingt. Wer sich auf die GenKI-Reise begibt, hat zunächst ein paar grundsätzliche Fragen zu klären:

  • Wo soll die GenKI-Anwendung laufen? An der Edge, in der Cloud, im Rechenzentrum, auf einer Workstation, oder in einer Kombination aus verschiedenen Bereichen?
  • Sind die erforderlichen Trainingsdaten qualitativ und quantitativ in ausreichender Menge vorhanden?
  • Ist das Knowhow zum Entwickeln oder Feintuning von GenKI-Lösungen im Haus, beziehungsweise wie und wo lässt es sich extern gewinnen?
  • Gibt es eine Roadmap, wie das Unternehmen vom KI-Newcomer zu einem KI-Champion wird?

Die Antworten auf diese Fragen hängen vom Leistungsbedarf, dem Budget, der bereits vorhandenen IT-Infrastruktur und dem KI-Reifegrad des Unternehmens ab. Externer Rat kann hier für viele KMUs sehr sinnvoll sein. Beispielsweise bietet Dell Technologies zusammen mit seinen Partnern eine umfassende Palette von Dienstleistungen und Produkten, die den Weg in die GenKI-Welt erleichtern und mit denen das GenKI-Anwendungsspektrum kontinuierlich ausgeweitet werden kann.

Dell Technologies: Power-Portfolio für die GenKI-Infrastruktur

Zentrales Element jeder GenKI-Infrastruktur ist die passende Hardware, die schon am Arbeitsplatz beginnt. Gartner spricht hier von KI-PCs. Das sind nach deren Definition praktisch Workstations mit vielen dedizierten KI-Beschleunigern, die eine verbesserte Leistung und Effizienz bei der Bewältigung von GenAI-Workloads bieten, ohne dass auf externe Server oder Cloud-Dienste zugegriffen werden muss. Für 2024 erwarten deren Analysten, dass 55 Millionen solcher Geräte ausgeliefert werden, das entspricht etwa 22 Prozent aller PC-Shipments.

Dell Technologies ist in diesem Segment mit seinen Precision Workstations gut vertreten. Diese verfügen über bis zu vier GPUs der NVIDIA RTX 6000 ADA-Generation und sind damit bis zu 80 Prozent schneller als die vorherige Generation. Hinzu kommt eine Reihe an „Validated Designs“. Das sind modulare und ausgetestete Lösungen, die von Dell-Experten und -Partnern entwickelt wurden. Sie dienen der Planung, Bereitstellung und Prüfung von unterschiedlichen GenKI-Projekten.

Neue Labor-Anwendungen in der Medizin und Landwirtschaft

Nicht nur in der Fertigung, auch in vielen anderen Branchen hält GenKI Einzug und schafft neue Leistungsklassen. So hat das US-Systemhaus Path.ai eine Komplettlösung für Labore, Krankenhäuser und Pharma-Unternehmen entwickelt, mit der sich die Genauigkeit und Geschwindigkeit von Diagnosen und Therapien deutlich verbessern lässt. Zum Einsatz kommt eine HPC-basierte Hybrid-Cloud-Plattform, die hochpräzise KI-basierte Aussagen trifft. Dabei kommen PowerEdge-Server, PowerVault-Storage und die ArcaStream PixStor-Software zum Einsatz. „Unsere KI-Systeme verändern die Forschung und die Entwicklung von neuen Medikamenten in einem unvorstellbaren Ausmaß“, sagt Andy Beck, CEO und Mitgründer von PathAI über seine Lösung. KeyGene ist im Bereich der Gentechnologien und Ernteoptimierung der Landwirtschaft tätig. Die dafür erforderliche KI-Programme müssen extrem große Datasets verarbeiten, was nur mit leistungsstarken Compute-Ressourcen möglich ist. Das Unternehmen entscheid sich für PowerEdge-Server mit AMD EPYC™-Prozessoren und NVIDIA-GPUs. Das erlaubt einen 24/7-Betrieb der On-Premise-KI-Modelle mit geringeren Betriebskosten.

Fazit

Viele KMUs experimentieren bereits mit GenKI oder haben es schon produktiv im Einsatz. Die Unternehmen, die sich dem verschließen und GenKI für einen überzogenen Hype halten, werden bald gravierende Wettbewerbsnachteile verkraften müssen.

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